Unsere Produkte
Jedes Möbelstück ist ein handgefertigtes Unikat aus gerettetem Altholz und recycelten Materialien. Hier stellen wir Ihnen drei Beispiele aus unserer Kollektion vor.
Couchtisch „Pallet Loft"
Der Couchtisch „Pallet Loft" ist das perfekte Beispiel dafür, wie aus einem funktionalen Transportmittel ein charaktervolles Möbelstück werden kann. Dieser Tisch erzählt die Geschichte der Euro-Paletten, die quer durch Europa gereist sind und dabei Spuren gesammelt haben, die jetzt seine einzigartige Schönheit ausmachen.
Herkunft des Materials
Für diesen Couchtisch verwenden wir ausschließlich echte Euro-Paletten (EPAL-zertifiziert), die aus dem aktiven Transport-Kreislauf ausgeschieden wurden. Diese Paletten haben oft jahrelang schwere Güter getragen – von Baumaterialien über Industriewaren bis hin zu Lebensmitteln. Dabei haben sie eine natürliche Patina entwickelt: Verfärbungen vom Transport, kleine Kratzer und Dellen von der Handhabung mit Gabelstaplern, Stempel und Markierungen von verschiedenen Logistikunternehmen.
Wir beziehen unsere Paletten von Logistikunternehmen, Baumärkten und Industriebetrieben, die sie sonst entsorgen würden. Jede Palette wird vor der Verarbeitung genau geprüft. Wir achten darauf, dass das Holz nicht mit Chemikalien behandelt wurde (erkennbar am HT-Stempel für „heat treated") und dass es strukturell intakt ist. Paletten mit dem MB-Stempel (Methylbromid-Behandlung) verwenden wir grundsätzlich nicht.
Verarbeitung
Die Herstellung des Pallet Loft beginnt mit der sorgfältigen Demontage der Paletten. Mit Brecheisen und Hammern lösen wir die Bretter von den Klötzen – eine zeitaufwendige Arbeit, bei der wir darauf achten, das Holz nicht zu beschädigen. Jedes Brett wird dann entnagelt. Die vielen Nägel und Klammern, die eine Palette zusammenhalten, müssen sorgfältig entfernt werden, was bei einer einzigen Palette leicht eine Stunde dauern kann.
Nach dem Entnageln sortieren wir die Bretter. Nicht jedes Palettenbrett eignet sich für die Tischplatte – manche sind zu beschädigt, zu verzogen oder haben unschöne Bruchstellen. Wir wählen die besten Bretter aus und kombinieren sie nach Farbe und Maserung. Dabei entstehen interessante Muster: helle, fast weiße Bretter neben dunkel vergrauten, glatt geschliffene neben rustikal strukturierten.
Die ausgewählten Bretter werden dann gehobelt und mehrfach geschliffen – erst grob, dann immer feiner, bis die Oberfläche glatt ist, aber die charakteristischen Merkmale des Altholzes erhalten bleiben. Alte Nagellöcher, Risse und Verfärbungen bleiben sichtbar – sie sind Teil der Geschichte. Die Bretter werden dann zu einer stabilen Tischplatte verleimt und zusätzlich mit Holzdübeln verstärkt.
Das Untergestell fertigen wir aus massiven Stahlrohren mit 40-50 mm Durchmesser. Diese werden präzise zugeschnitten, entgratet und pulverbeschichtet – meist in Schwarz oder Anthrazit, manchmal auch in Rohstahl-Optik mit transparentem Klarlack. Die Rohre werden mit stabilen Metallplatten an der Tischplatte befestigt. Das Ergebnis ist ein Tisch, der absolut standfest ist und problemlos 100 kg und mehr tragen kann.
Als letzten Schritt behandeln wir die Holzoberfläche mit natürlichem Hartöl auf Basis von Leinöl oder Tungöl. Dieses Öl zieht tief ins Holz ein, schützt es vor Feuchtigkeit und Verschmutzung und betont gleichzeitig die natürliche Maserung und Färbung. Nach mehreren Schichten Öl und Zwischenschliffen entsteht eine matte, seidig-glatte Oberfläche, die sich warm anfühlt und sehr strapazierfähig ist.
Wo passt er hin?
Der Pallet Loft Couchtisch ist vielseitig einsetzbar. Sein industrieller Charakter macht ihn zur perfekten Wahl für Loft-Wohnungen, moderne Apartments mit offenem Grundriss oder Büros im Industrial Style. Die Kombination aus dem warmen, rustikalen Holz und dem kühlen Metall schafft einen interessanten Kontrast, der sowohl in modern minimalistischen Räumen funktioniert als auch in gemütlicheren Einrichtungen.
Er passt hervorragend zu Ledersofas, aber auch zu Stoffcouches in neutralen Farben. In Kombination mit anderen Altholzmöbeln oder Industrial-Elementen entsteht ein stimmiger Look. Der Tisch ist robust genug für den täglichen Gebrauch – Kaffeetassen, Bücher, Laptop, sogar Füße hochlegen ist kein Problem. Seine massive Bauweise macht ihn zum langlebigen Begleiter, der auch intensiver Nutzung standhält.
Die Maße können wir individuell anpassen. Standard ist etwa 120 cm × 60 cm bei einer Höhe von 45 cm, aber wir fertigen auch kleinere Varianten für kompakte Wohnzimmer oder größere für geräumige Loft-Bereiche. Auf Wunsch können wir zusätzlich eine untere Ablage aus Palettenbrettern einbauen, die zusätzlichen Stauraum für Zeitschriften oder Dekoration bietet.
Pflege
Die Pflege des Pallet Loft ist denkbar einfach. Für die tägliche Reinigung genügt ein leicht feuchtes Tuch. Verschüttete Flüssigkeiten sollten zügig aufgewischt werden – das Öl schützt zwar vor dem Eindringen von Feuchtigkeit, aber bei längerer Einwirkung können dennoch Flecken entstehen. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel oder Scheuermittel, da diese die geölte Oberfläche angreifen können.
Je nach Beanspruchung empfehlen wir, die Tischplatte ein- bis zweimal im Jahr nachzuölen. Dafür reinigen Sie die Oberfläche gründlich, lassen sie trocknen und tragen dann dünn Hartöl auf. Nach etwa 30 Minuten Einwirkzeit wischen Sie überschüssiges Öl ab und polieren die Fläche mit einem weichen Tuch. Dieser einfache Vorgang erhält den Schutz und lässt das Holz wieder frisch und satt aussehen.
Das Metallgestell benötigt praktisch keine Pflege. Gelegentliches Abstauben genügt. Bei Kratzern in der Pulverbeschichtung können Sie mit einem Lackstift in der entsprechenden Farbe nachbessern. Generell gilt: Der Tisch wird mit der Zeit noch schöner. Neue Gebrauchsspuren fügen sich in die vorhandene Patina ein und verstärken den Charakter des Möbelstücks. Dies ist kein Tisch, den man makellos halten muss – er lebt von seiner authentischen, gelebten Optik.
Schrank „Old Door"
Der Schrank „Old Door" ist unser Statement-Piece – ein Möbelstück, das nicht einfach nur Stauraum bietet, sondern ein echtes Stück Geschichte ins moderne Zuhause bringt. Herzstück ist eine authentische Altbautür, die wir zum zentralen Element eines individuellen Schranks machen.
Herkunft des Materials
Die alten Türen für diesen Schrank stammen aus Gebäuden, die renoviert oder abgerissen werden. Oft sind es Türen aus Gründerzeitbauten, Art-Déco-Häusern oder Industriegebäuden aus der Vorkriegszeit. Jede dieser Türen ist mindestens 60 bis 100 Jahre alt, manche sogar deutlich älter. Sie sind Zeugen einer Zeit, in der Türen noch von Hand gezimmert wurden, aus massivem Holz, mit traditionellen Verbindungstechniken.
Wir beziehen unsere Türen von Abbruchunternehmen, Entrümplern und direkt von Hausbesitzern, die sanieren und uns ihre alten Türen überlassen, statt sie zu entsorgen. Jede Tür ist einzigartig: unterschiedliche Größen, verschiedene Holzarten (oft Fichte, Kiefer oder Eiche), unterschiedliche Konstruktionen (Kassettentüren, Füllungstüren, glatte Türen), verschiedene Beschläge und vor allem – verschiedene Spuren der Nutzung.
Manche Türen tragen noch bis zu zehn Schichten alter Ölfarbe, die im Laufe der Jahrzehnte übereinander aufgetragen wurden und jetzt ein faszinierendes Relief bilden. An manchen Stellen ist die Farbe abgeblättert und gibt den Blick auf ältere Farbschichten frei – manchmal entdeckt man unter modernem Weiß ein Mintgrün aus den 50ern oder ein Preußischblau aus der Jahrhundertwende. Andere Türen sind naturbelassen und zeigen die Patina des blanken Holzes: dunkel nachgedunkelte Stellen, wo jahrelang die Sonne draufschien, helle Stellen, die immer im Schatten lagen.
Die Türen tragen oft noch ihre originalen Beschläge: gusseiserne Klinken, Messingschließbleche, alte Schlösser mit Sicherheitsschließzylinder, Namensschildhalter aus den 30er Jahren, manchmal sogar noch Milchglaseinsätze oder farbige Glaselemente. All diese Details erhalten wir, wo immer möglich, denn sie gehören zur Geschichte der Tür.
Verarbeitung
Die Verarbeitung einer alten Tür zum Schrank beginnt mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Wir prüfen die strukturelle Integrität: Ist das Holz noch stabil? Gibt es Holzwurm-Befall (falls ja, muss behandelt werden)? Sind Rahmen und Füllung noch fest verbunden? Lose Teile werden geleimt und geklemmt, defekte Bereiche sorgfältig repariert.
Anders als beim Altholz-Tisch schleifen wir die Tür nicht glatt. Der Reiz liegt gerade in der unebenen, gelebten Oberfläche. Wir reinigen sie gründlich mit weichen Bürsten und milden Reinigungsmitteln, entfernen Staub und Schmutz von Jahrzehnten, aber bewahren die Patina. Lose Farbe, die sich von selbst ablöst, entfernen wir, aber ansonsten lassen wir die Farbschichten, wie sie sind.
Um die Tür herum konstruieren wir einen stabilen Korpus. Dieser besteht meist aus einer Kombination von neuem Holz (für die strukturellen Teile, die man nicht sieht) und Altholz oder Metall für die sichtbaren Außenseiten. Das Gestell kann aus quadratischen Stahlprofilen gefertigt sein, die der Tür einen industriellen Rahmen geben, oder aus dicken Brettern, die den rustikalen Charakter unterstreichen.
Im Inneren des Schranks bauen wir Fachböden ein – meist drei bis fünf, je nach Höhe der Tür. Diese Böden fertigen wir aus geöltem Altholz in einem helleren Ton, um einen schönen Kontrast zur oft dunkleren Tür zu schaffen. Die Böden sind höhenverstellbar, so dass Sie den Schrank flexibel nutzen können. Optional können wir auch Kleiderstangen, Schubladen oder zusätzliche kleine Türen einbauen.
Die alte Tür wird mit ihren originalen Scharnieren am Korpus befestigt – oder, falls die alten Scharniere nicht mehr funktional sind, mit hochwertigen neuen Scharnieren in historischer Optik. Das Schloss kann entweder funktional bleiben (mit einem neuen Schlüssel) oder wir bauen einen modernen Magnetverschluss ein, der die Tür zuverlässig geschlossen hält, ohne die Optik zu stören.
Als Finish behandeln wir alle Holzteile mit einem Hartwachsöl. Dieses schützt das Holz, ohne seine Optik zu verändern. Die alte Tür erhält eine dünne Schicht transparentes Wachs, das die vorhandenen Farben konserviert und die Oberfläche gegen Abrieb schützt. Das Ergebnis ist ein Schrank, der die Authentizität der alten Tür bewahrt und gleichzeitig ein voll funktionales, langlebiges Möbelstück ist.
Wo passt er hin?
Der Old Door Schrank ist ein Statement-Piece, das zum Blickfang in jedem Raum wird. Er passt hervorragend in Altbauwohnungen, wo er die historische Architektur aufgreift. Aber auch in modernen, minimalistisch eingerichteten Räumen setzt er einen spannenden Kontrapunkt – die alte, charaktervolle Tür kontrastiert reizvoll mit klaren, zeitgenössischen Linien.
Im Schlafzimmer dient er als Kleiderschrank, im Wohnzimmer als Vitrine für Bücher oder Geschirr, im Flur als Garderobenschrank, im Home-Office als Aktenschrank. Durch die individuelle Anfertigung passen wir ihn an Ihre Raumsituation an. Haben Sie eine Nische oder Dachschräge? Kein Problem – wir bauen den Schrank passgenau.
Besonders schön wirkt der Old Door Schrank in Kombination mit anderen Vintage-Elementen: alten Teppichen, antiken Leuchten, Retro-Möbeln. Aber er funktioniert auch als einziger „alter" Gegenstand in einem sonst modernen Raum, wo er als Kunstobjekt wirkt. Jeder Gast wird nach der Geschichte dieser Tür fragen – und Sie können erzählen, aus welchem Gebäude sie stammt und wie sie zu Ihnen kam.
Pflege
Der Old Door Schrank ist pflegeleicht. Die gewachste Oberfläche der Tür wird einfach mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abgewischt. Vermeiden Sie aggressive Reiniger, die das Wachs anlösen könnten. Einmal jährlich können Sie die Tür mit einem weichen Tuch und ein wenig Möbelwachs nachbehandeln – das erfrischt die Oberfläche und intensiviert den Schutz.
Die Innenfachböden aus geöltem Holz pflegen Sie wie den Pallet Loft Tisch: gelegentlich mit Hartöl nachbehandeln. Das Metallgestell benötigt keine besondere Pflege, gelegentliches Abstauben genügt.
Ein wichtiger Hinweis: Dieser Schrank zeigt sein Alter, und das ist gewollt. Wenn sich weitere Farbsplitter lösen, ist das nicht schlimm – es ist Teil der natürlichen Entwicklung. Wenn Sie möchten, können Sie die Splitter vorsichtig entfernen und die Stelle mit transparentem Wachs nachbehandeln. Aber viele unserer Kunden lassen diese Veränderungen einfach geschehen und freuen sich daran, dass ihr Möbelstück „weiterlebt" und sich weiterentwickelt.
Regal „Pipe & Planks"
Das Regal „Pipe & Planks" verbindet zwei ikonische Materialien der Industriekultur: robuste Stahlrohre und massives Altholz. Das Ergebnis ist ein Regalsystem, das gleichzeitig rustikal und modern ist, massiv und doch filigran wirkt – und das sich flexibel an jeden Raum anpassen lässt.
Herkunft des Materials
Die Bretter für die Regalböden stammen aus verschiedenen Quellen. Besonders beliebt sind alte Weinkisten aus Frankreich oder Italien – diese bestehen aus dünnem, aber sehr hartem Holz (meist Pappel oder Fichte) und tragen oft noch die eingebrannten Markierungen des Weinguts: „Château", „Vignoble", Jahrgangszahlen, Appellations-Bezeichnungen. Diese Brandstempel bleiben sichtbar und geben jedem Brett einen Hauch französischer oder italienischer Weinkultur.
Alternativ verwenden wir Bretter von alten Transportkisten, die früher für den Export von Maschinen, Werkzeugen oder anderen Waren genutzt wurden. Diese Kisten sind oft aus dickerem Holz gefertigt und tragen Aufdrucke wie „Fragile", „Made in...", Pfeile für die Ausrichtung oder Stempel von Zollstellen und Reedereien. Jedes dieser Details erzählt von der Reise, die die Kiste gemacht hat.
Eine weitere Quelle sind Scheunenbretter – meist von alten Stallungen oder Lagerhallen. Dieses Holz ist oft stark verwittert, mit einer silbergrauen Patina, die durch jahrzehntelange Bewitterung entstanden ist. Es hat eine rustikalere, gröbere Textur als Kistenholz und bringt einen sehr natürlichen, ländlichen Charakter mit.
Die Rohre für das Trägersystem beziehen wir von Industrieabbrüchen, wo alte Leitungssysteme demontiert werden. Wir verwenden klassische Wasserrohre aus Stahl mit einem Durchmesser von 3/4 Zoll bis 1 1/4 Zoll – genau die Rohre, die jahrzehntelang in Fabriken, Kraftwerken oder alten Mehrfamilienhäusern Wasser oder Dampf transportiert haben. Die Rohre haben eine charakteristische Oberfläche: manchmal noch verzinkt mit matter, silbriger Patina, manchmal bereits angelaufen mit brauner Rostschicht, manchmal schwarz lackiert.
Die Verbindungsstücke – Temperguss-Fittings wie T-Stücke, Winkel, Flansche und Muffen – sind aus Gusseisen gefertigt. Diese Fittings haben eine raue, leicht körnige Oberfläche und sind extrem robust. Sie werden schon seit über hundert Jahren in praktisch unveränderter Form hergestellt, was zeigt, wie ausgereift diese Technik ist.
Verarbeitung
Die Verarbeitung beginnt mit der Aufbereitung der Holzbretter. Alte Kisten werden vorsichtig auseinandergenommen, die Bretter entnagelt. Dabei gehen wir behutsam vor, um das oft dünne Holz nicht zu splittern. Die Bretter werden dann begutachtet: Zu stark beschädigte oder morsche Stellen werden aussortiert, die schönsten Bretter ausgewählt.
Anders als bei massiven Tischplatten behalten wir bei den Regalböden oft die ursprüngliche Brettstärke bei – meist 2-3 cm. Die Bretter werden nur leicht geschliffen, hauptsächlich um Splitter zu entfernen und die Oberfläche anfassbar zu machen. Die Brandstempel, Aufdrucke und Markierungen bleiben vollständig erhalten. Auch alte Nagellöcher, Risse oder Verfärbungen werden nicht „repariert" – sie sind Teil des Charakters.
Für einen Regalboden wählen wir Bretter, die von Farbe und Struktur her harmonieren, und verleimen sie seitlich zu einer Platte. Die Platte wird dann auf die gewünschte Tiefe (meist 25-30 cm) zugeschnitten. An den Ecken bohren wir Löcher für die Rohre, so dass die Böden später auf den vertikalen Rohren aufgesteckt werden können.
Die Rohre werden entfettet, gereinigt und je nach gewünschtem Look weiterbehandelt. Manche Kunden möchten die originale Patina behalten – dann versiegeln wir die Rohre nur mit Klarlack, um weiteres Rosten zu verhindern. Andere bevorzugen einen einheitlicheren Look – dann können die Rohre geschliffen und neu lackiert werden, z.B. in mattem Schwarz oder Anthrazit. Eine dritte Option ist die bewusste Rostoptik: Die Rohre werden angerostet und dann versiegelt, so dass die Rostschicht konserviert wird.
Der Aufbau des Regals erfolgt mit den Temperguss-Fittings. Die Rohre werden zugeschnitten (nach den von Ihnen gewünschten Maßen), mit Gewindeschneider versehen und in die Fittings geschraubt. So entsteht ein stabiles Grundgerüst. Die Holzböden werden auf die vertikalen Rohre aufgesteckt und mit Flansch-Fittings oder durch Aufschweißen von Metallringen fixiert, so dass sie nicht verrutschen können.
Das fertige Regal wird mit Wandbefestigungen versehen, die es absolut standsicher machen. Die Holzböden erhalten eine Behandlung mit Hartöl, das die Oberfläche schützt und die natürliche Farbe des Holzes betont. Das Ergebnis ist ein Regal, das trotz seiner industriellen Optik warm und einladend wirkt und extremen Belastungen standhält – jeder Boden trägt problemlos 30-40 kg.
Wo passt es hin?
Das Pipe & Planks Regal ist ein Multitalent. In der Küche dient es als offenes Gewürz- und Geschirrregal, das durch seine robuste Bauweise auch schwere Teller und Töpfe trägt. Im Wohnzimmer wird es zur Bücherwand, die eine beeindruckende Menge an Büchern aufnehmen kann. Im Arbeitszimmer organisiert es Ordner, Fachbücher und Büromaterial. Im Bad bietet es Stauraum für Handtücher und Pflegeprodukte. Im Eingangsbereich wird es zur Garderobe, ergänzt durch zusätzliche Haken für Jacken.
Der Industrial-Stil macht das Regal zur perfekten Wahl für Loft-Wohnungen, offene Grundrisse, modern eingerichtete Altbauten oder gewerbliche Räume wie Cafés, Büros oder Ateliers. Es passt zu Betonwänden und Backsteinmauern ebenso wie zu gestrichenen Wänden oder Holzverkleidungen. Die Kombination aus dem kühlen Metall und dem warmen Holz schafft einen ausgewogenen Look, der weder zu industriell-kalt noch zu rustikal-schwer wirkt.
Ein großer Vorteil ist die Flexibilität: Das Regal kann schmal und hoch sein (z.B. 80 cm breit, 2,40 m hoch), breit und niedrig (z.B. 2,50 m breit, 1,80 m hoch) oder sogar raumhoch über mehrere Wände laufend. Die Anzahl der Böden, ihr Abstand zueinander und die Tiefe können individuell bestimmt werden. Sie können das Regal später erweitern, indem wir zusätzliche Böden anfertigen oder weitere Sektionen anbauen – das modulare System macht's möglich.
Auch die Optik können Sie beeinflussen: Sollen die Holzböden eher hell sein (Kistenholz) oder dunkel (stark verwittertes Scheunenholz)? Sollen die Rohre schwarz, anthrazit oder in Rostoptik sein? Sollen die Böden symmetrisch angeordnet sein oder bewusst asymmetrisch für eine dynamischere Optik? All das stimmen wir in der Planungsphase ab.
Pflege
Die Pflege des Pipe & Planks Regals ist minimal. Die Holzböden werden wie alle unsere geölten Holzoberflächen behandelt: regelmäßig abstauben oder absaugen, bei Bedarf feucht abwischen, gelegentlich (etwa einmal jährlich) mit Hartöl nachbehandeln. Das Öl zieht schnell ein und hinterlässt eine matte, samtige Oberfläche.
Die Metallteile sind praktisch wartungsfrei. Bei lackierten oder klarlackierten Rohren genügt gelegentliches Abstauben. Bei bewusst gerosteten Rohren kann es vorkommen, dass sich minimal Roststaub bildet – einfach abwischen. Der Rost entwickelt sich nicht weiter, da die Oberfläche versiegelt ist. Die Temperguss-Fittings entwickeln mit der Zeit eine noch schönere Patina, ähnlich wie gusseiserne Pfannen.
Ein Hinweis zur Belastbarkeit: Obwohl das Regal extrem stabil ist, sollten Sie die Böden gleichmäßig belasten. Vermeiden Sie es, extrem schwere Gegenstände nur auf einer Seite zu platzieren, da dies zu Schieflage führen könnte. Bei richtiger Nutzung hält dieses Regal jedoch problemlos ein Leben lang und kann sogar vererbt oder beim Umzug mitgenommen und neu aufgebaut werden – dank der verschraubten Konstruktion ist es demontabel und wieder aufbaubar.
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